Presseschau // Wolfenstein 2

Screenshot aus Wolfenstein 2.Ein PC-Spiel sorgt für Schlagzeilen!  Nicht, weil es so gewalttätig ist. Nicht, weil die Entwickler fragwürdige Mikrotransaktionen eingebaut haben. Auch nicht, weil es Nazi Symbolik verwendet. Sondern vor allem, weil es eben genau das Gegenteil macht: Es blendet den Nationalsozialismus im Prinzip aus. Zumindest in der deutschen Version.

Ich finde es großartig, dass darüber diskutiert und geschrieben wird – nicht nur in unserer Gamer-Blase. Das mag jetzt etwas hochgegriffen sein, aber es sind solche Diskussionen und Beiträge, die das Medium Computerspiel immer mehr aus der Nerdecke herausheben. Und wer weiß, vielleicht sind wir irgendwann wirklich soweit, Computerspiele als Kunstform anzusehen.

Jedenfalls folgt hier eine kleine Presseschau zu einigen Artikeln, die ich zum Thema Wolfenstein gefunden habe. Das sind absichtlich keine Tests dabei. Wer ähnliche interessante Beiträge findet, darf sie mir gerne per Mail schicken, ich füge sie dann noch nachträglich ein.

  1. Mit brutaler Feuerkraft gegen trägen Opportunismus“ (sueddeutsche.de)
    „Darf ein Shooter politisch sein?“ fragt die Süddeutsche Zeitung und vergleicht die Rezeption des Spiels in Amerika und Deutschland. Außerdem geht der Artikel auf den seltsamen Umstand ein, dass die Gegner in Wolfenstein 2 entmenschlicht werden – genau das was die Nazis im Dritten Reich mit ihren Feinen getan haben.
  2. Heil Heiler!“ (taz.de)
    Die taz beschreibt, wie das Spiel sowohl eindeutige Nazi-Symbole, als auch jegliche Hinweise auf den Holocaust aus der deutschen Version gestrichen hat. Der Hintergrund dürfte wohl die „Angst“ vor der Bundesprüfstelle gewesen sein. „Hitler hätte natürlich drinbleiben können“, sagt die im Text. Die taz kritisert den fehlenden Mut des Publishers und lässt auch jüdische Spieleentwickler zu Wort kommen.
  3. Warum Spielehersteller auf Nazi-Symbole verzichten“ (spiegel.de)
    Der Spiegel erklärt die Hintergründe für die fehlenden Nazi-Symbole und die Hinweise auf den deutschen Nationalsozialismus, nämlich Paragraf 86 StGB. Hier kommt ein Medienanwalt zu Wort, der seine Einschätzung abgibt, ob das Spiel in Deutschland mit Hakenkreuzen verboten worden wäre. Es gibt anscheinend keinen bedeutenden Präzedenzfall. „[G]enau das sollte nicht Grund für eine im Fall von „Wolfenstein II“ befremdlich wirkende Selbstzensur sein, sondern Anlass zum Handeln“, findet der Spiegel.
  4. Nazis trinken Erdbeermilch“ (zeit.de)
    Der Text in der Zeit erinnert noch am ehesten an einen Test. Aber auch hier geht es um die Hakenkreuz-Problematik, den deutschen Kunstbegriff und ob Spiele politisch sein können/dürfen/müssen. Hier kommt unter anderem der Deutsche Kulturrat und der Branchenverband BIU zu Wort.
  5. NS-Zeit wird verschwiegen – das schadet dem Spiel und der Gesellschaft“ (spieletipps.de)
    Die Spieletipps sprechen mit der USK. Die stellt einige Vermutungen an. Es ist ja tatsächlich seltsam, dass nicht nur Hakenkreuze entfernt wurden, sondern im Prinzip jeder eindeutige Hinweise auf die NS-Zeit. Angefangen bei Hilters Bärtchen bis hin zur Shoa. Die USK vermutet etwa, es kann auch mit der Spieleplattform Steam zusammenhängen. Hätten die sich entschieden, das Spiel nicht zu listen, wäre das ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Spieletipps lassen außerdem auch jüdische Spiele-Designer zu Wort kommen und schließen mit einem Statement der Wolfenstein-Entwickler, das einen etwas ratlos zurücklässt.
  6. Wie das Spiel Wolfenstein 2 die deutsche Geschichte entsorgt“ (br.de)
    Beim Bayerischen Rundfunk wurde zum Thema ein Kommentar veröffentlicht: „Ausgerechnet in der deutschen Version entsorgt Wolfenstein 2 die Verbrechen der Nationalsozialisten aufs Akkurateste und marginalisiert alles Jüdische.“ Damit sei das Spiel ein „Fest für Revisionisten“. Der Kommentar greift das oben genannte Statement auf und findet es ziemlich seltsam. „[E]in antifaschistisches Spiel, das hierzulande aber nicht richtig antifaschistisch sein darf.“
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Thema des Monats // Leben und Wohnen

Screenshot von studienwahl.deStudieren – wir wissen es alle – kostet Geld. Dabei das Studieren an sich ist noch der geringste Faktor, den Studierende beachten müssen. Das meiste geht laut 21. Sozialerhebung des Deutschen Studenwerks für die Miete drauf. Dann kommen noch Ernährung, Mobilität, Kommunikation und all solche Sachen. Eine Menge Holz, isngesamt über 800 Euro, die Studierende im Monat verpulvern. Klar, überall kann man sparen: Wer in eine WG oder ein Studentenwohnheim zieht lebt am günstigsten, Mensaessen ist auch hilfreich und so weiter. Viele hilfreiche Tipps dazu und jede Menge Hintergrundinfos, zum Beispiel zum barrierefreien Wohnen, gibt es im aktuellen Thema des Monats bei studienwahl.de. Die Texte sind wie immer von mir geplant, gebrieft, redigiert und online gestellt. Hier gehts zum Text.

Kellermensch // Goliath

CD-Cover von GoliathDas Debüt von Kellermensch habe ich damals besprochen, als ich Praktikant bei laut.de war. Das musste recht schnell gehen, weil wir die Platte noch am selben Tag als Album der Woche präsentieren wollten. So wirklich zufrieden war und bin ich deshalb nicht mit meiner damaligen Kritik. Aber egal, das ist jetzt auch schon sechs Jahre her. Nun ist das zweite Album der Dänen erschienen und es ist wieder Platte der Woche geworden – wieder absolut verdient. Kellermensch haben sich hervorragend weiterentwickelt und ihren Stil genau an den richtigen Stellen verfeinert. Die Mischung aus tonnenschwerem Doom-Metal und leichtem Indie-Rock, die das erste Album so faszinierend gemacht hat, wurde nun zu Gunsten des Indie-Rocks entschlackt. Eine gute Entscheidung, das Gegrowle und die simplen Metal-Riffs haben nicht lange unterhalten. „Goliath“ ist ein leichtes, verspieltes aber immer noch sehr düsteres Album geworden.

Meine ausführliche Kritik gibt es hier bei laut.de und darunter wie immer ein Video zum reinhören. Diesmal eine Art Live-Ding. Das fängt mit dem relativ lahmen „Bad Sign“ an, „Mediocre Man“ ist dafür aber ziemlich geil.

Thema des Monats // Fremdsprachen

Screenshot vom Thema des Monats auf studienwahl.de.Achtung Binsenweisheit! Fremdsprachen sind wichtig, vor allem in Zeiten der Globalisie… schnarch. Jaja, schon klar, es weiß eigentlich jeder: English ist very important, and if you speak french or weiß the Kuckuck what, you have a Stein im Brett aller Personalchefs. Es gibt aber halt auch Jobs, wo Fremdsprachen nicht nur sehr wichtig, sondern essentiell sind. Also wenn man zum Beispiel Dolmetscherin wird, ist es mehr als hilfreich, die Sprache auch zu verstehen und zu sprechen. Oder nehmen wir an, man hat Kontakt mit Geschäftspartnern in Japan. Klar können die Englisch, aber die freuen sich bestimmt tierisch, wenn man in ihrer Landessprache kommunizieren kann. Und noch mehr, wenn man deren kulturelle Eigenheiten versteht. Um solche Themen und die passenden Studiengänge und Ausbildungswege geht es im aktuellen Thema des Monats bei studienwahl.de: Was kann ich studieren bzw. welche Ausbildung kann ich belegen, wenn ich viel mit Fremdsprachen zu tun haben möchte. Die Texte sind wie immer von mir geplant, gebrieft, redigiert und online gestellt. Hier gehts zum Text.

Brand New // Science Fiction

Cover "Science Fiction" von Brand NewUnd zack! Gleich die nächste Kritik. Diese Platte hat mich besonders gefreut, weil Brand New seit dem Überalbum „The Devil and God are raging inside me“ eine meiner absoluten Lieblingsbands sind. Die neue Platte kam für mich ziemlich überraschend, ich hatte nicht erwartet, dass die Truppe noch was rausbringt. Umso schöner, dass „Science Fiction“ ein wirklich herausragendes Album geworden ist. Brand New fassen ihr bisheriges Schaffen einmal zusammen und lassen alle ihre Einflüsse zu Wort kommen. Das ergibt eine absolut stimmige Mischung aus Pearl Jam, Modest Mouse und Queens of the Stone Age, aus Bluesrock, Grunge, Postcore, College-Rock und Folk. Sehr reduzierte Instrumentierung, dafür aber gewaltige Ausbrüche, Elektrozeug, fusselige Bässe, Geschrei, wunderschöne Melodien und Akustik-Gitarren-Soli. Alles auf einer Platte. Ich glaube auch eine Mandoline gehört zu haben. Jedenfalls: Ein großartiges Album. Ich hab mal die fünf Punkte springen lassen. Hier gehts zur Kritik bei laut.de und hier der Monstersong „Same Logic/Teeth“.

Gogol Bordello // Seekers & Finders

Plattencover von Gogol Bordellos "Seekers & Finders"Endlich mal wieder eine Plattenkritik geschrieben. Gogol Bordello habe ich während meines FSJ rauf und runter gehört. Ich stand ziemlich auf alle punkigen Folk-Sachen. Dementsprachend super fand ich den dreckigen Balkan-Punk der wilden Truppe um Eugene Hütz. Mit der Zeit wurden mir die aber echt zu anstrengend. Die Nachfolgerplatten habe ich dann schon gar nicht mehr gehört. Jetzt ist ein neues Album erschienen und ich hatte wieder richtig Bock auf die Mukke. Gogol Bordello sind bei „Seekers & Finders“ lange nicht mehr so anstrengend, vor allem, weil sie nicht mehr so plakativ verrückt sein wollen. Stellenweise ist das Album jetzt sogar richtig entspannt – leider auch arg routiniert, weswegen manche Songs nur so dahinplätschern. Macht trotzdem Spaß und einige Highlights sind definitiv dabei. „Walking on burning coal“ zum Beispiel ist ganz kool. Hier gehts zur Plattenkritik auf laut.de.

Ethik und Moral in Computerspielen // Skyrim

Skyrim Screenshot

Skyrim (Bethesda Game Studios, 2011)

Die Spiele der Elder Scrolls-Reihe sind nicht gerade für ihre moralische Relevanz bekannt, eher für ihre rießigen offenen Spielwelten und die große spielerische Freiheit. Skyrim ist da keine Ausnahme. Auch hier liegt mir von Anfang an eine Welt zu Füßen, die ich abseits von jeglicher Quest bereisen und erforschen kann. Ich muss keine einzige Quest absolvieren um (fast) die ganze Welt zu sehen. Diese Freiheit macht das Spiel dann doch wieder ethisch interessant. Zumindest ein bisschen.

Wer in Himmelsrand (so heißt die Spielwelt) unterwegs ist und hier und da mit ein paar NPCs spricht, wird nach spätestens zwei Stunden ein Quest-Tagebuch haben, das vor Aufgaben überquillt. Jeder zweite Bewohner der Region scheint irgendein Problem zu haben, dass nur ich lösen kann. Was die alle machen würden, wenn ich nicht zufällig vorbeistolpern würde, weiß ich nicht. Jedenfalls zwingt mich niemand diese Quests zu absolvieren. Kein Zeitdruck, keine Gier nach Erfahrungspunkten und theoretisch brauch ich auch die Kohle nicht, die ich als Belohnung bekomme, denn Loot gibt es überall. Warum also zum Geier latsche ich in die nächste Höhle und schlage ein paar Wölfen die Schädel ein? Weil ich es hasse, wenn mein Quest-Tagebuch überquillt. Ich will was abarbeiten und To-Do-Listen abhaken. Gut, und wenn nebenbei noch Kohle oder ein magischer Gegenstand bei rausspringt: Warum nicht.

Jetzt gibt es in Skyrim nicht nur Quests der Marke „Hole mir meinen Helm aus der trollverseuchten Burg“. Sondern auch „Bring meine alte Ziehmutter um, die war immer gemein zu mir“ oder „Sabotier doch bitte das Geschäft meines Nachbarn, der macht mir meine Karriere kaputt“. Ich kann diese Aufgaben in den meisten Fällen nicht ablehnen. Wenn ich also jemanden frage „Hej, brauchste Hilfe?“, dann erscheint sogleich die Aufgabe in meinem Logbuch. Ja und dann muss ich die blöde Aufgabe ja wohl auch erfüllen oder? Schließlich müllt sie sonst mein Tagebuch zu. Mist.

Zur Zeit spiele ich Skyrim zum sagenhaft dritten Mal durch. Ganz neu achte ich diesmal darauf, welche Aufgaben mir da eigentlich gegeben werden und ich merke, dass ich bei manchen davon Skrupel habe. Woher das jetzt kommt weiß ich nicht, ich kann mich nicht erinnern, dass das vorher schon so war. Diese blöde Anfangs-Aufgabe der Dunklen Bruderschaft (eine mysteriöse Gruppe von Mördern) liegt seit 40 Stunden schon ungespielt rum. Ich weiß, ich kann später die Dunkle Bruderschaft im Gesamtpaket zur Rechenschaft ziehen, aber dafür muss ich erst für den doofen kleinen Jungen die olle Frau umlegen. Hat die das jetzt wirklich verdient? Oder diese Daedra-Aufgaben. Also Sachen, die ich für obskure Gottheiten erledigen soll. Das ist mir meistens auch nicht so Recht, oft geht es hier auch darum irgendwem ein Messer in den Rücken zu rammen. Muss das sein?

Skyrim hat kein moralisches Punktesystem, sondern nur ein rudimentäres Rechtssystem das meine Handlungen irgendwie einordnet. Die Regeln der Spielwelt sind relativ simpel: Brich nirgendswo ein, klau nichts und übe keine Gewalt aus, sonst kommen die Wachen und stecken dich in den Knast. Das heißt: Das tun sie nur, wenn ich dabei beobachtet werde. Nicht gesehen werden ist ziemlich easy. Und so kann ich in den meisten Fällen unbemerkt ganze Häuser leer räumen und keinen interessierts. Klar, dass ist dann ein Verbrechen, aber eines, dass das Spiel in keiner Weise bestraft.

Man muss sogar eher sagen, dass das Spiel unmoralisches Verhalten fordert. Eine grobe Schätzung von mir: Berücksichtige ich alle Nebenquests (ich nehme mal die Kopfgelder raus), dann muss ich in 33 Prozent der Fälle stehlen, morden, betrügen, verraten oder Gräber schänden. Sogar die ehrenwerten Gefährten verwandeln mich in einen blutrünstigen Werwolf, der Leichen zerfetzen muss, um an Stärke zu gewinnen.

Wie gesagt, nichts davon muss ich tun. Aber ich mach es ja doch und seien wir ehrlich: So moralisch fragwürdige Sachen wie in Skyrim mache ich in den wenigsten Spielen freiwillig – oder ungestraft. Denke ich darüber groß nach? Kaum. Aber warum? Weil Skyrim kaum Zeit und Gelegenheiten für Reflexion schafft. In den wenigsten Momenten werde ich und mein Handeln hinterfragt, in den wenigsten Quests habe ich eine Wahl, die wenigsten Aufgaben haben spürbare Auswirkungen auf mich oder die Spielwelt.

Es gibt wenige interessante Ausnahmen, etwa wenn ich in der Stadt Markarth im Gefängnis lande, weil ich einer Verschwörung zu dicht auf den Fersen war. Im Knast lerne ich einen Rebellenführer kennen, der die Region brutal terrorisiert. Ich lerne auch seine Beweggründe kennen: Das Kaisserreich und das ansässige Volk haben ihn und sein Volk vor einiger Zeit vertrieben. Seitdem wird jeder der den Behörden nicht ganz geheuer ist wegen Terrorverdacht festgenommen oder gleich abgeschlachtet. Ich stecke also mit diesen Typen im Knast und mir bleiben zwei Möglichkeiten: Mit den Rebellen aus dem Gefängnis fliehen und so dafür sorgen, dass der Guerilla-Terror weitergeht. Oder der Rebellion ein für alle mal ein Ende bereiten und damit der vermeintlichen Unrechtsherrschaft des Landes einen Dienst erweisen. Aber auch hier erlebe ich die langfristigen Auswirkungen meines Handelns nicht, bekomme zu wenig Antworten oder Informationen.

Skyrim hat auf der einen Seite viele Ansätze um mich moralisch herauszufordern. Ich finde es interessant an mir zu beobachten, wie ich bereit bin, mich äußerst fragwürdig zu verhalten, nur um eine Quest auch endlich abzuschließen. Hier besteht also ein potentielles Spannungsverhältnis zwischen meinen Ansprüchen ein Spiel „komplett“ zu erleben und meinem unmoralischen Verhalten im Spiel. Auf der anderen Seite sind aber viele Ansätze nicht zuende gedacht. Viele Quests die im ethischen Graubereich spielen, haben keine Auswirkungen, keine Konsequenzen, aber auch zu wenig Futter, um eine denkwürdige Entscheidung zu produzieren. In meiner Masterarbeit schreibe ich, dass es wichtig ist, dass Spieler uninformierte Entscheidungen treffen müssen. An Skyrim merke ich aber auch, dass das kein Automatismus ist. Oft gibt es schlicht zu wenig Stoff, um anständig nachzudenken. Wie ich mich entscheide, oder was ich mache ist – und das ist wohl das blödeste was eine vermeintlich moralisch Entscheidung sein kann – einfach egal. Die wenigsten Spieler wird Skyrim deshalb moralisch herausgefordert haben.

In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Darstellung von Ethik und Moral in Computerspielen beschäftigt. Nicht jedes Computerspiel ist in der Lage, den Spieler zu einer ethischen Reflexion seines Handelns zu bringen. Einige schon. In dieser Reihe beschreibe und untersuche ich Spiele, die versuchen, Ethik und Moral ins Spiel integrieren.

Thema des Monats // Studieren vor dem Studium

Screenshot studienwahl.deWie hab ich mir eigentlich vor gut zehn Jahren mein Studium vorgestellt? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung mehr. Aber ich glaube, ich bin relativ blauäugig ran und reingegangen.  Als ich dann im Master von der FH an die Uni gewechselt bin, hat mich das die ersten beiden Semester auch ziemlich überfordert. Da sagt man immer, die beiden Hochschultypen würden sich angleichen – ich hab das anders erlebt. Jedenfalls: Wer vor dem Studium wissen will, wie Studium geht, muss es halt ausprobieren. Angebote gibt es mittlerweile jede Menge, auch weil die Hochschulen die Abbrecherquote senken wollen. Um solche Angebote geht es im aktuellen Thema des Monats bei studienwahl.de: Schnupperstudientage, Orientierungssemester und Juniorstudium. Die Texte sind wie immer von mir geplant, gebrieft, redigiert und online gestellt. Hier gehts zum Text.

Lesetipp // Zur Entscheidungsfindung in The Witcher

Der ein oder andere hat es sicherlich schon rausgelesen: Ich bin begeistert von den Witcher-Spielen – und auch von der Romanreihe. In meinen beiden Blog-Beiträgen zu den drei Spielteilen habe ich ja auch schon versucht herauszuarbeiten, wie die Spiele Moral und Ethik darstellen. Michael Baumann hat auf paidia.de, einem Magazin für Computerspielforschung, den ersten Teil des Spiels unter die Lupe genommen und einen ganz besonders spannenden Fokus gelegt.

Er betrachtet die Entscheidungsfindung im Spiel und untersucht dabei das Verhältnis zwischen der Romanfigur Geralt, der Spielfigur Geralt und dem Spieler selber. Dabei entdeckt er einen interessanten Aspekt: Moralisches Verhalten erweist sich für den Spieler und den Avatar oft als nachteilhaft. Er muss sich entscheiden zwischen Moral und purem Eigennutz, weil das Spiel durch unmoralisches Verhalten leichter wird. Entscheidungen werden damit nicht nur auf der Story-Ebene des Spiels gefällt, sondern ziehen sich durch bis hin zur Spieler-Ebene. Die Untersuchung finde ich dermaßen gut, dass ich den Gedanken irgendwann noch in mein digitales Buch mitaufnehmen möchte. Bis dahin solltet ihr euch dringend den Text mal reinziehen.

An dieser Stelle außerdem mein Dank an Sylvio Konkol vom wunderbaren Blog SPIELKRITIK, der mir den Link zum Text geschickt hat. Cheers!

Thema des Monats // Studienbewerbung

Screenshot von studienwahl.deDie Bewerbungsfrist für einen Teil der Studiengänge steht vor der Tür. Bis zum 15. Juli kann man sich noch für zulassungsbeschränkte Studiengänge bewerben. Wie genau das funktioniert und was man dabei beachten muss, erfährt man in dem neuen Thema des Monats auf studienwahl.de. Wir haben einen ausführlichen Hintergrundtext, ein FAQ und zwei Reportagen. Außerdem verraten wir, was es mit dem ominösen N.c. auf sich hat und was sich hinter dem tollen Namen „Dialogorientiertes Serviceverfahren“ verbirgt. Die Texte sind wie immer von mir geplant, gebrieft, redigiert und online gestellt. Hier gehts zum Text.